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Erotische Geschichten

Titel dieser Geschichte: Campinghure
Autor dieser Geschichte: Fabienne K. Meine
Die üblichen Zankereien

Der Campingurlaub mit meinem Mann hatte eigentlich ganz nett begonnen. Nach den üblichen Zankereien, was, warum, wieso Dieses und Jenes mitkommt, sassen wir schließlich im Wohnmobil und brausten Richtung Süden.
Es war Samstagnachmittag, eine Woche Urlaub im herrlichen Südtirol war das Ziel. Wie es sich für eine Fahrt in den Süden gehört, standen wir oft im Stau. Leichte Anzeichen von ersten nervtötenden Situationen zeigten sich bereits. Während der Fahrt setzten sich die kleinen Streitereien fort, so wie es sich für einen richtig perfekten Campingurlaub gehört.
Als wir zuoberst auf dem Reschenpass angekommen waren, wollte Klaus unbedingt anhalten, Pause machen und den dämlichen Kirchenturm fotografieren, welcher nach der Überflutung des Dörfchens nun noch aus dem Wasser ragt. Mit Sicherheit haben schon über eine Million anderer Touristen dieses historische Monument dokumentiert.
Ich wollte endlich in den Süden an die Wärme, Klaus fotografieren. Nun gut.
Wir setzten unsere Fahrt dann doch irgendwann fort und kamen der herrlichen Südwärme endlich näher.
Im Südtirol angekommen, hatten wir keine Chance, auf irgend einem Campingplatz ein Plätzchen zu finden. Es war eine dumme Idee, nicht vorher zu reservieren. Es musste kommen wie es kommen musste: Wir stritten und waren uns nicht einig, wie wir nun vorgehen sollten.
Nach langem hin und her konnte ich Klaus endlich davon überzeugen, den Camper doch einfach auf einen großen Parkplatz in der Nähe einer Seilbahn abzustellen. Es hatte mindestens fünfzig weitere gestrandete Fahrzeuge auf diesem Platz, sich einfach dazuzustellen war also kein Problem. Da die Lage anderswo aussichtslos war, tat er das dann tatsächlich. Widerwillig versteht sich.
»Danke lieber Herrgott, danke.«, betete ich leise vor mich hin, währenddem mein Mann bereits ausgestiegen war um die Markise herunterzukurbeln.
Nach einigen tiefen Atemzügen um den Streit zu verdauen und herunterzuschlucken, öffnete ich die Beifahrertüre und stieg ebenfalls aus. Ich hatte Klaus einen Gefallen getan und für ihn ein kurzes Röckchen und hohe Schuhe angezogen. »Das tun nette Ehefrauen, oder?«, flüsterte ich genervt vor mich hin, währenddem ich meine Beine aus dem Camper ausfädelte.
Dass ich mich für meinen Mann so extravagant angezogen hatte, schien er vergessen zu haben. Lieber motzte er mich an. Typisch.
Die gierigen Männerblicke ignorierte ich, welche selbstverständlich sofort auf mich fielen. Noch genervt vom Streiten, stöckelte ich um den Camper um meinem Mann zu helfen. Der Kiesplatz machte das Gehen in den Highheels einigermassen schwierig.
»Darf ich wenigstens die Highheels ausziehen? Oder bist du dann gleich wieder eingeschnappt?«, fragte ich Klaus zünisch.
Er sagte nichts, ignorierte mich und stellte energisch den Tisch und die Stühle auf. Ich ließ ihn machen und entfernte mich. Ich brauchte etwas Abstand.
Die mörderischen Highheels, welche mich eher wie eine Hure als eine Touristin aussehen ließen, behielt ich aus Trotz an. Diese wären eigentlich nur für meinen Mann, und eigentlich nur für ins Bett, gedacht gewesen. Gerne tat ich ihm den Gefallen, ihn auch während der Fahrt so etwas aufzuheitern. Gebracht hatte es jedoch reichlich wenig.
Mit den gewaltigen Plateaus und den mindestens zwölf Zentimeter hohen Absätzen musste ich mir alle Mühe geben, um einigermassen schick über den Platz zu laufen. Mein Ziel war die Infotafel neben dem Eingang zur Seilbahn.
Als ich mich umdrehte, sah ich einen eifersüchtigen Ehemann und zahllose andere Männer, welche mir hinterher schauten, oder so taten, als würden sie ganz zufällig in meine Richtung blicken. Mir was das egal.
»Du blöder Arsch, dir werde ich es schon zeigen.«, seufzte ich vor mich hin.
Ich genoss das Angesehen werden und informierte mich bei der Tafel über die Gegend. Bereits jetzt freute ich mich darauf, die eine oder andere Sehenswürdigkeit mit Klaus zu besuchen. Sollte bald der nächste Streit ausbrechen, würden diese Ausflüge eher ins Wasser fallen, als Spaß machen.
Nach erfolgreichem Herunterfahren stöckelte ich gemütlich wieder über den Platz, zurück zum Camper.
Klaus und ich hatten uns immer noch nicht sehr viel zu sagen. Ich bereitete schließlich das Nachtessen zu, Klaus deckte den Tisch.
Endlich hatte sich die Lage wieder beruhigt. Zwei Gläser Wein und das feine Essen brachten uns dazu, wieder normal miteinander zu reden.
Dass ich das kurze Röckchen und die Highheels meinem Mann zuliebe für das Nachtessen wieder angezogen hatte, erfreute nicht nur ihn. Auffallend viele Männer spazierten plötzlich neben unserem Campingwagen vorbei. Klaus genoss es, mich den Fremden vorzuführen, denn er wusste genau, dass das extravagante Outfit nicht nur er selbst sehen würde.
Mir war das egal, denn hier kannte uns ja keiner. Gerne machte ich meinem Mann oft solche Gefallen, so konnte ich ihn bei der Stange halten. Männer sind so einfach.


Endlich angekommen

Am nächsten Morgen war ich früh wach. Da wir heute möglichst rasch einen richtigen Campingplatz suchen wollten, weckte ich Klaus. Etwas mürrisch meinte er verschlafen: »Ist es nicht noch etwas früh?«
Ich zog die Bettdecke weg und stellte gut gelaunt fest: »Neuer Tag, neues Glück.«
Nachdem später der Duft frischen Kaffees seine Nase streichelte, stand Klaus definitiv auch auf.
Nach einem ergiebigen Frühstück packten wir unsere sieben Sachen zusammen und machten uns auf den Weg. Obwohl es in er Nacht geregnet hatte, waren die Straßen bereits wieder trocken und die Morgensonne strahlte uns ins Gesicht. Süden eben.
Die für das Südtirol typischen, gewaltigen Berge und niedlichen Dörfer verzauberten uns und machten die Ferienstimmung endlich zu dem, was es von Anfang an hätte sein sollen: Perfekt. Natürlich konnten es Klaus und ich trotzdem nicht lassen, zwischendurch immer wieder zu Streiten und uns zu Zanken. Ferien eben. Mal gut, mal schlecht.
Nachdem wir beim ersten Campingplatz abgeblitzt waren, war beim nächsten Versuch, einen freien Platz zu finden, tatsächlich noch ein einziger Platz zu haben. Ich hatte schon Bedenken, dass unser Kurzurlaub beim ständigen Suchen nach einem Campingplatz enden würde. Wir hatten Glück.
Das schattige Plätzchen war nach einigen Minuten eingerichtet, Tische und Stühle aufgestellt, die Markise heruntergekurbelt, die Fahrräder losgeschnallt und die Wäscheleine gespannt.
Da Klaus der absolute Fußballfanatiker ist, wunderte es mich nicht, dass er, kurz nachdem ich im Liegestuhl platz genommen hatte, einen Vorschlag machte. Einen Vorschlag, welcher mir so gar nicht passte: »Kommst du mit? Im Nachbarsdorf beginnt in einer halben Stunde ein Fußballmatch.«
»Ach Klaus. Jetzt lass uns doch einfach gemütlich die Sonne genießen.«
»Sonne ist ja das ganze Jahr. Sicher ist der Fußballmatch eine tolle Abwechslung.«
»Also Klaus, warte kurz.«, entgegnete ich ihm wohlwollend.
Ich verschwand im Wohnmobil. Vielleicht konnte ich ihn umstimmen, wenn ich mich wieder für ihn schön machte. Nochmals zog ich den kurzen Jeans-Minirock an, die Plateau-Highheels und dazu ein enges Shirt, selbstverständlich ohne Büstenhalter.
»Klaus? Kann ich dich mit diesem Outfit umstimmen?«, fragte ich ihn leise, währenddem ich mich in der Tür des Campers präsentierte. Er schaute mich an und schüttelte mit dem Kopf: »Hmmmm... Jetzt habe ich etwas, worauf ich mich später freuen kann. Wow, du siehst geil aus.«
»Wenn du meinst?«, sagte ich leise und etwas enttäuscht zu ihm.
»Zieh´ dir den Büstenhalter wieder an, solange ich weg bin.«, forderte er mich auf, »ich will nicht, dass dich alle so sehen.«
»OK, also dann bist später.«, konnte ich von ihm noch hören, kurz bevor er sich mit dem Fahrrad davon machte.
»Du bist doch so ein blöder Hund.«, fluchte ich vor mich hin, »ganz sicher werde ich KEINEN Büstenhalter anziehen.«
Demonstrativ drehte ich den Liegestuhl Richtung Gehweg, welcher ungefähr fünf Meter hinter unserem Wohnmobil vorbeiführte. Ich ließ mich in den Liegestuhl fallen und präsentierte mich, als wäre ich noch zu haben gewesen: Die Beine übereinander geschlagen, die Haare offen, die Brust herausgestreckt und das offene Buch in der Hand. Meine beiden wohlgeformten, mittelgrossen, festen Brüste zeichneten sich wunderbar unter dem superengen, gelben Top ab. Da ein leichtes Lüftchen wehte, stellten sich meine Brustwarzen auf. Das machte meine schlampige Liegestuhlsession perfekt.
»Soll der Blöde doch sein dämliches Fußballspiel schauen.«, murmelte ich vor mich hin.
Ich sonnte mich, genoss die Wärme, vertiefte mich in mein Buch und schlürfte von Zeit zu Zeit an meiner Piña Colada.
Immer wenn jemand den Weg passierte, schielte ich über den Buchrand. Ich war neugierig, wer da alles so auf dem Campingplatz herumwanderte. Da auf einer Seite ein Gebüsch stand, konnte ich nur von einer Seite her sehen, wenn jemand vorbei kam. Demonstrativ grüßte ich jeden Mann überfreundlich, die Frauen ignorierte ich. Ich war sauer auf Klaus und verspürte genau in diesem Moment die Lust, mich so an ihm zu rächen.
Ich war mir sehr sicher, dass sich keiner getrauen würde, mich anzusprechen. Dass diese Annahme falsch war, merkte ich nach nur wenigen Minuten.


Mein erster Freier

»Entschuldige bitte.«, sprach mich ein Mann an, welcher sich hinter dem Gebüsch an mich herangeschlichen hatte und nun plötzlich vor mir stand. Er war für einen Touristen adrett gekleidet und machte auf Anhieb einen sehr freundlichen und sympathischen eindruck.
»Ja bitte?«, antwortete ich höflich.
»Kannst du mir bitte einen Flaschenöffner borgen? Meiner ist zu Hause liegen geblieben.«, fuhr der Mann fort.
»Ja, klar. Einen Moment, ich hole ihn dir.«
Ich legte mein Buch auf den Campingtisch, quälte mich aus dem Liegestuhl heraus und stolzierte in den Highheels ein paar Schritte zum Camper. Bevor ich die Tür öffnete, drehte ich mich nochmals kurz zu dem Mann um und stellte fest, dass mein Pulsschlag etwas gestiegen war. Irgendwie kam ich mir vor, als würde ich Fremd gehen. Waren es die Highheels oder das enge Top?
Kurz musterte ich den jungen, muskulösen, gut aussehenden Mann und vergewisserte mich, ob er auch genügend Abstand zu mir gehalten hatte. Als ich sah, dass dieser auf meine Highheels starrte und davon sichtlich angetan war, zauberte das ein wunderbares Lächeln in mein Gesicht und schenkte mir die Genugtuung, Klaus damit eins ausgewischt zu haben.
Ich verschwand im Camper und holte den Flaschenöffner.
Als ich wieder herauskam, stand der Mann immer noch am selben Ort und wartete geduldig. Möglichst elegant lief ich auf ihn zu und streckte ihm den Flaschenöffner entgegen.
»Herzlichen Dank.«, sagte der Mann überfreundlich, währenddem er mir einen Hunderter in die Hand drückte.
»Was soll das?«, fragte ich leicht verzögert und durchaus verdutzt?
»Genügt das nicht für den Flaschenöffner?«, fragte er bestimmt, sicher und mit fester Stimme nach, als wäre es ihm ernst gewesen. Mit Sicherheit hatte er den Hunderter mit einem Zehner verwechselt.
»Leg` noch einen Hunderter drauf und ich blas` dir einen.«, lachte ich laut und wollte einen dummen Witz machen, ohne dass dabei mein Gehirn funktioniert hätte.
»OK, einverstanden. In fünf Minuten in der Männerdusche.«
Er legte einen weiteren Hunderter auf den Tisch und verschwand so schnell, wie er gekommen war.
»He! Warte mal, das war ein Witz!«, rief ich ihm hinterher, doch leider war der Mann wesentlich schneller in seinen Turnschuhen, als ich in meinen Highheels.
»So ein blöder Mist aber auch. Das darf doch nicht wahr sein. Wie gebe ich ihm jetzt die zweihundert Euro zurück?«, fluchte ich hörbar vor mich hin.
Jetzt hatte ich die Scheiße.
»Wieso muss ich auch immer so ein lockeres Mundwerk haben?«
Natürlich waren zweihundert Euro sehr viel Geld, doch so etwas konnte ich auf keinen Fall tun. Die einzige Gelegenheit den Mann wieder zu sehen und ihm sein Geld zurückzugeben, war, in fünf Minuten in der Männerdusche aufzutauchen.
»In was habe ich mich da wieder reingeritten.«, stöhnte ich weiter.
Ich stöckelte abermals zum Campingwagen, wechselte dort die Highheels gegen Flipflops aus und floppte anschließend quer über den Campingplatz zu den Duschen.
Es war mir sehr unwohl. Die beiden Hunderter hatte ich unter dem Saum des Rockes eingeklemmt. Um es schnell hinter mich zu bringen, öffnete ich gleich die Tür.
»Hallo?«, fragte ich schüchtern und mit leiser Stimme.
»Ja, in der ersten Kabine. Komm rein.«, hörte ich eine Art Geisterstimme, welche aus einer der Duschkabinen schallte.
»Nein, nein. Ich will dir nur das Geld wieder geben. Ich bin nicht so eine.«
Es folgte keine Antwort.
»Hallo? Hast du mich gehört?«, hakte ich nochmals leise nach.
Ich schaute mich kurz um, um mich zu vergewissern, dass mich niemand in die Männerdusche gehen sah. Die Luft war rein, ich trat ein. Langsam drückte ich die Tür zur Kabine einen Spalt auf, um dem Unbekannten die zweihundert Euro hindurch zu strecken.
»Bitte nimm das Geld wieder. Den Flaschenöffner schenke ich dir.«, flüsterte ich leise und verlegen durch den Türspalt.
Wieder passierte nichts.
Ich hörte, wie die Dusche angestellt wurde.
»Komm schon rein, ich beiße nicht.«, wurde ich höflich aufgefordert.
Langsam aber sicher wurde ich wütend, denn ich hasste es, ignoriert zu werden. Klaus hatte diese Masche auch prima drauf.
Ich stieß die Tür auf und war fest entschlossen, die zweihundert Euro einfach hinzulegen. Das tat ich auch. Doch leider trafen sich die Blicke des mir unbekannten Mannes und mir. Aus mir unerklärlichen Gründen stockte mir der Atem und meine Herzfrequenz stieg signifikant an. Es entstand sofort eine seltsame Stille. Nur das Plätschern der Dusche war zu hören. Wir schauten uns tief in die Augen.
Nach einigen Sekunden begannen meine Augen wie durch Zauberhand damit, den Unbekannten zu mustern. Schnell stellte ich fest, dass dieser tatsächlich sehr muskulös, sportlich und trainiert war. Meine feste Entschlossenheit, die zweihundert Euro zurückzugeben, war plötzlich nicht mehr so fest.
»Würdest du jetzt bitte dein Angebot wahrmachen?«, forderte mich der Fremde sehr freundlich und mit einem Tonfall auf, als wäre es das Normalste der Welt, einem Fremden auf einem Campingplatz eins zu blasen.
Im Nachhinein habe ich keine Ahnung, was mich in diesem Moment dazu gebracht hat, mich wie in Trance dem Mann zu nähern und mich vor ihm hinzuknien. Seine sympathische Stimme? Seine wunderbaren Muskeln? Seine Freundlichkeit? Seine Bestimmtheit?
Dass mein Shirt und mein Jeans-Minirock innerhalb weniger Sekunden völlig durchnässt war, störte mich in diesem Moment nicht im Geringsten.
Währenddem der Mann seine Haare wusch, forderte er mich leise aber bestimmt auf: »Nimm die Hände hinter den Kopf und fange an.«
Als wäre ich hypnotisiert gewesen, tat ich ohne zu zögern, was ich gehört hatte. Ich verschränkte meine Hände hinter dem Kopf und näherte mich langsam dem schlaffen Penis des Mannes. Das wunderbar warme Wasser plätscherte über mich und versetzte meinen Körper in eine Hülle der Gelassenheit.
Ich schloss meine Augen, öffnete langsam meinen Mund und nahm das schlaffe Glied zwischen meine Lippen. Währenddem das Wasser sanft über meinen Kopf und meinen Körper floss, ließ ich den Penis in meinem Mund größer werden.
Schnell hatte er eine Härte erreicht, welche nun ein langsames Blasen zuließ. Mit meinem Kopf machte ich die typischen Bewegungen, um dem Fremden ein möglichst geiles Gefühl zu bescheren. Ganz langsam ließ ich sein Glied immer wieder zwischen meinen Lippen hindurch meinen Mund verlassen, um ihn dann gleich wieder in mir aufnehmen zu können.
Der Fremde sagte nichts mehr und genoss allen Anschein nach meine Bewegungen.
»Du siehst absolut geil aus mit den verschränkten Händen. Das macht mich richtig scharf. Und deine Brüste sind wunderbar.«, lobte mich der Unbekannte nach einer Weile.
»Danke. Du siehst auch super geil aus.«, erwiderte ich das Kompliment, nachdem der Penis aus meinem Mund heraus geflutscht war. Ich schaute dem Mann erneut tief und lange in die Augen, bevor ich mit meiner Aktivität weitermachte.
Immer tiefer, aber nicht schneller, nahm ich den Penis in mir auf. Ich öffnete leicht meine Augen, um sehen zu können, wie der Schaft meine Lippen passierte. Immer und immer wieder. Alles geschah wie in Zeitlupe.
Plötzlich realisiert ich, dass in der Kabine nebenan ein weiterer Mann die Dusche anstellte. Ich schaute dem Fremden wieder in die Augen und es war sofort klar, dass uns das nicht im Geringsten störte.
Ich verdiente mir meine zweihundert Euro weiter und lutschte ausgiebig und so gut ich konnte weiter.
Irgendwann zog der Mann den Penis aus meinem Mund heraus und nahm ihn in seine eigene Hand. Mit gekonnten Bewegungen brachte er sich zum Orgasmus und spritzte in mein Gesicht. Das warme Wasser spülte sofort alles ab. Um dem Fremden den Genuss zu erhöhen, leckte ich mir genüsslich mit der Zunge die Lippen ab.
Ich stand auf und flüsterte dem Fremden ins Ohr: »Und? Haben sich die zweihundert Euro gelohnt?«
Er schaute mir in die Augen und flüsterte mir kurz darauf ebenfalls ins Ohr: »Heute Abend um acht Uhr bin ich wieder hier. Beantwortet das deine Frage?«
Ich sagte nichts.
Der Fremde trocknete sich ab, band sich das Badetuch um die Hüfte und verschwand.
Noch eine Weile blieb ich auf dem Boden sitzen und ließ weiter das Wasser über mich plätschern.
Ich war glücklich. Ich lächelte. Ich war befriedigt, ohne Orgasmus. Dieser Fremde gab mir ein Gefühl, welches ich schon sehr lange Zeit nicht mehr gespürt hatte. Das Gefühl in Etwas gut zu sein. Keinen Augenblick dachte ich an meinen Mann, welcher mir dieses Gefühl schon seit einer Ewigkeit nicht mehr geben konnte. Ich war vollends zufrieden und stolz.
Als die Dusche ausging wurde mir bewusst, dass ich ja immer noch in der Männerdusche hockte. Das hatte ich für einen langen Moment vergessen.
Ich rappelte mich auf, nahm die zweihundert Euro in die Hand, öffnete vorsichtig die Türe und verließ so leise ich konnte die Männerdusche. Zum Glück sah und hörte mich niemand. Nur das floppen der Flipflops hätte mich verraten können.
Dass ich quer über den ganzen Campingplatz laufen musste, war mir natürlich nicht bewusst, als vorher das herrliche Wasser mein Oberteil durchnässt hatte. So gut ich konnte, wandte ich mich von den Campern ab und versuchte mit Verschränken der Arme meine Brüste zu verdecken.
Als ich beim Wohnmobil ankam wechselte ich zuerst die Klamotten und versteckte die zweihundert Euro. Ich machte den Reißverschluss des Kopfkissens auf und stopfte das Geld hinein. Ein gescheiteres Versteck konnte ich auf die Schnelle nicht finden.
Das nasse Shirt und der nasse Minirock baumelten nun an der Wäscheleine.
Ich machte dort weiter, wo ich vor zwanzig Minuten aufgehört hatte: Beim Lesen meines Buches und beim Schlürfen meiner Piña Colada. Das gerade erlebte verhinderte, dass ich mich auf das Lesen konzentrieren konnte.
Mein Gehirn konnte in diesem Moment überhaupt noch nicht nachvollziehen, was überhaupt passiert ist. Das perfekte Gefühl des Gutseins wollte ich so schnell wie möglich nochmals erleben, das war der einzig sinnvolle Gedanke, welcher ich fassen konnte.
Nach einigen verschlungenen, aber kaum erfassten, Buchseiten beschloss ich, den äußerst starken Gedanken nochmals Taten folgen zu lassen. Es musste auf jeden Falls sein, dieses Gefühl "gut zu sein" erneut zu erkunden und zu erleben.
Ich verschwand nach einigen Minuten wieder im Camper und machte mich für eine weitere Aufreißaktion bereit.
Ich steckte meine Füße wieder in die Plateau-Highheels, schlüpfte wieder in ein enges Top und schnallte mir nochmals einen sehr kurzen Minirock um. Kaum hatte ich mich in den Liegestuhl fallengelassen, durchströhmte mich bereits wieder dieses Verlangen. Ich wollte mich nochmals beweisen.
Meine Herzfrequenz erhöhte sich jedesmal, wenn ein Mann vor mir den Weg passierte und ich mich ihm präsentieren konnte. Einige ignorierten mich, andere bewunderten mich. Dass ein Fußballspiel mit Pause ungefähr zwei Stunden dauert, kam mir in diesem Moment gerade recht.
Leider hatte keiner mehr den Mut, auf mich zuzukommen.
Es verging über eine Stunde, ohne dass ich nochmals angesprochen wurde. Auf das Buch konnte ich mich überhaupt nicht konzentrieren und ich war frustriert, als ich Klaus daherkommen sah. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass er mir dieses geile Gefühl wirklich nicht mehr bieten konnte. Bei ihm hatte ich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr das Gefühl, gut zu sein.
»Hallo Schatz. Konntest du dich schön entspannen?«, wurde ich von meinem perfekt gelaunten Ehemann begrüßt.
»Ja, klar. Es war ein toller, ruhiger Nachmittag.«
»Wieso hängen deine Kleider an der Wäscheleine?«, fragte mich Klaus neugierig.
»Ach, ich kleckerte etwas Pudding darauf und musste die Kleider waschen.«, log ich ihn ohne mit der Wimper zu zucken an. Diese Ausrede hatte ich mir natürlich zuvor zurecht gelegt.
»Ach so. Hast du extra für mich den Büstenhalter wieder ausgezogen?«, wollte Klaus wissen, in der Annahme, dass ich ihn zwischenzeitlich wieder angezogen hatte. Natürlich wollte er mit dieser Frage lediglich herausfinden, ob ich in den letzten zwei Stunden auch wirklich wieder einen trug.
Natürlich hatte ich mich auch auf diese Frage vorbereitet, denn es war klar, dass Klaus das fragen würde. Wir kannten uns schon zu lange. Ich log ihn erneut an: »Ja klar, ich dachte mir, dass das Spiel bald endet und du in den nächsten Minuten wieder auftauchen würdest.«
Dass es mich einen Scheiss interessierte, wie das dämliche Fußballspiel ausging, bemerkte Klaus erst gar nicht. Er holte eine Dose Bier im Kühlschrank und setzte sich neben mich.
»Geil siehst du aus. Ich habe mich schon auf dich gefreut.«, machte er mir ein Kompliment, ohne mich genau betrachtet zu haben.
»Danke.«, erwiderte ich diesen Kommentar trocken.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich Klaus mehr über die Highheels als über mich selbst freute.
Als er es sich später im Wohnmobil bequem gemacht hatte, mich durch das Fenster beobachtete und sich selbst einen runterholte, bestätigte sich meine Ahnung.
»Mir soll´s recht sein, dann muss ich nicht mit dir schlafen.«, flüsterte ich vor mich hin. Der Sex mit Klaus war todlangweilig. So langweilig wie er bei verheirateten Paaren nur sein kann.
Anstatt nach meinem Mann, sehnte ich mich nach dem nächsten Unbekannten, welcher mir ein sexuelles Abenteuer schenken wollte.
Klaus schlief im Wohnmobil ein, was mir die Möglichkeit gab, mich nochmals aufreizend zu präsentieren.
Mir fiel auf, dass einige Männer immer und immer wieder vorbeikamen. War das Zufall oder wollten sie immer und immer wieder ein Auge voll von mir nehmen?
Je mehr Zeit verging, umso bewusster wurde mir, dass ich mich vor kaum mehr als einer Stunde zum allerersten mal für Sex verkauft hatte. »Das müsste doch eigentlich ein beschämendes Gefühl sein.«, redete ich mit mir selbst.
In Wahrheit war das aber überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil. Das Gefühl "gut zu sein" überwog bei Weitem. Dass Klaus eingeschlafen war und zur Zeit nichts mit mir anzustellen wusste, war mir in diesem Moment gerade recht. So konnte ich mich auf mein nächstes Abenteuer freuen.


Im Wohnwagen nebenan

Ich hing meinen Gedanken nach und erfreute mich über die Ferienruhe, als endlich wieder ein Mann auf mich zukam und sich getraute, mich anzusprechen.
»Na endlich.«, freute ich mich innerlich.
Auf den ersten Blick schaute er ganz ähnlich aus, als mein vorheriger Sexpartner. Ebenfalls gut trainiert, jung, gut aussehend. Er machte vorsichtig einige Schritte auf mich zu.
»Entschuldige bitte.«, begrüßte er mich freundlich.
»Ja?«
»Kannst du mir einen Flaschenöffner borgen?«
Ich musste leise kichern: »Das hat sich aber schnell rumgesprochen, »Hihi...«
Der Unbekannte lachte ebenfalls.
»Sei leise, sonst weckst du meinen Mann. Warte, ich komme gleich.«, flüsterte ich ihm zu.
Mit den Highheels stöckelte ich zum Wohnmobil und tauschte die unmöglichen Dinger wieder gegen die Flipflops aus. Einen kurzen Blick zu Klaus bestätigte: Ja, er schläft.

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