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Wissenswertes - Die Frau als Hausärztin

Beim Durchstöbern uralter Bücher ist mir ein Exemplar aus dem Jahre 1920!!! in die Hände gefallen. Das Buch mit dem Titel "Die Frau als Hausärztin" musste ich zuerst von einer dicken Staubschicht befreien. Beim Durchblättern habe ich einige interessante Sachen gefunden. Es ist spannend, wie vor 100 Jahren einiges völlig selbstverständlich war, was heute definitiv, vor allem bei Frauen, Schamgefühle auslöst oder als Tabuthema geahndet wird. Ich möchte euch einige spannende Auszüge aus diesem Buch nicht vorenthalten:

Die Frau als Hausärztin 01 » Das Kennzeichen der modernen jungen Städterin ist, dass sie nichts aushält und dass die Art ihrer Bekleidung sie noch widerstandsfähiger macht.

Die Behinderung der Atmungstätigkeit durch das Korsett ist eine Folge des Drucks, die in vielen Schriften schon eingehend Besprechung fand. Die unteren Lungenlappen arbeiten weniger bei beengtem Brustkorb und dehnen sich niemals vollständig aus, die ganze Atmung wird flacher und beschränkt sich auf die oberen Partien der Brust.

Wie wenig Frauen kräftig und richtig, d.h. mit allen Teilen beider Lungenflügel atmen können, erfährt man erst dann, wenn man sie unter ärztlicher Leitung Lungengymnastik betreiben lässt. Wenn nicht schon ausgesprochene Lungenschwäche oder vielleicht einseitige Bewachsungen des Lungenfells vorhanden sind, so ist nur die mangelhafte Übung, die jahrzehntelang einwirkende Behinderung durch die Kleidung die Ursache, dass die meisten Frauen entweder nicht tief einatmen oder den Atem nicht anhalten oder nicht gründlich ausatmen können. Stets ist die Atmung oberflächlich, kraftlos, nicht ausrechend, und erst durch wochenlange Übung wird dieser Fehler wieder ausgeglichen.

Es heisst darum auch, dass der Mann das "Zwerchfellatmen" habe, die Frau das "Brustatmen", und zwar deshalb, weil eine kräftige Ein- und Ausatmung ohne deutlich fühlbare und sichtbare Mitwirkung des Zwerchfells gar nicht möglich ist und weil die Frauen durch die Beengung der Leibesmitte das Zwerchfellatmen langsam verlernen. Welche grosse Bedeutung aber das Zwerchfellatmen hat, lernt man begreifen, wenn man die Wirkung der ausgiebigen Bewegungen des Zwerchfells auf die Eingeweide, vor allem auf Magen und Leber, erkannt hat und dann beobachtet, wie anders sich das Atmen gestaltet, wenn die unteren Lungenlappen mitarbeiten. Jeder kann dies an sich oder seinen Kindern nachprüfen!

Und bezweifeln Frauen, dass sie durch das Korsett, an das sie so gewöhnt sind, im Atmen behindert seien und behaupten sie immer wieder, "es drücke nicht", dann lasse man sie doch ein kleines Experiment ausführen, ...«


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